BSR 37: Glaskugel lesen condensed

Einleitung

Am 11. und 12. November 2021 veranstaltete das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) ein zweitägiges Treffen unter dem Motto „The Great Narrative„, um längerfristige Perspektiven zu erörtern und „ein Narrativ mitzugestalten, das bei der Schaffung einer widerstandsfähigeren, inklusiveren und nachhaltigeren Vision für unsere gemeinsame Zukunft helfen kann“. Das WEF versammelte Futuristen, Wissenschaftler und Philosophen aus der ganzen Welt, um Visionen für die Neugestaltung der Welt zu entwerfen und vorzustellen, wie unsere Welt in den nächsten 50 Jahren aussehen könnte. Die Diskussionsbeiträge wurden gesammelt und im Januar 2022 in einem Buch mit dem Titel The Great Narrative veröffentlicht.

Die Veröffentlichung des Buches The Great Narrative sollte mit dem jährlichen WEF-Treffen vom 17. – 21. Januar 2022 in Davos, Schweiz, zusammenfallen, das unter dem Motto „Zusammenarbeiten, Vertrauen wiederherstellen“ steht, welches verschoben wurde auf den 22. – 26. Mai 2022. Statt dessen fand im Januar 2022 ein virtuelles Meeting statt. Das Buch wurde planmäßig veröffentlicht. Laut WEF soll sich das Meeting im Mai 2022 darauf konzentrieren, den Stakeholder-Kapitalismus zu beschleunigen, die Technologien der vierten industriellen Revolution zu nutzen und eine integrativere Zukunft der Arbeit zu gewährleisten. Die Botschaft, die das WEF und seine Partner seit Beginn der COVID-19-Veranstaltung gefordert haben, ist im Wesentlichen dieselbe – ein Great Reset der Wirtschafts-, Regierungs-, Gesundheits-, Lebensmittelproduktions- und Technologiesysteme, die die Grundlage des gesamten menschlichen Lebens bilden.

Der Great Reset wurde Anfang Juni 2020 vom WEF als Reaktion auf COVID-19 angekündigt. Der Great Reset wurde von Klaus Schwab, dem Gründer und geschäftsführenden Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums, Englands Prinz Charles, Antonio Guterres, dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, und Kristalina Georgieva vom Internationalen Währungsfond unterstützt. Das WEF hat die letzten Jahre damit verbracht, seine Ideen zu verbreiten und sich mit Regierungen und Privatunternehmen zusammenzutun, die seine Ziele einer von Technokraten geführten Welt teilen, die im Namen des Kampfes für Vielfalt und Nachhaltigkeit Entscheidungen von oben nach unten für die Menschen auf dieser Welt treffen. „BSR 37: Glaskugel lesen condensed“ weiterlesen

BSR 36: Zensur condensed

Die USA schreiben in ihrer Verfassung verschiedene Rechte der Bürger fest. Dazu zählen die Rede- bzw. Meinungsfreiheit und die Pressefreiheit. In ihrem ersten Verfassungszusatz heißt es, dass es der Regierung untersagt ist, ein Gesetz zu erlassen, das die Rede- oder Pressefreiheit einschränkt.

„Congress shall make no law […] abridging the freedom of speech, or of the press […]“.

Das hindert diese Regierung oder ihre Behörden natürlich nicht daran, eine andere Regierung zu ermutigen, einen Journalisten wegen der Veröffentlichung der Wahrheit einzusperren, aber das ist ein anderes Thema.

Auch die Europäische Menschenrechtskonvention unterstützt das Recht auf freie Meinungsäußerung. In Artikel 10 Abs. 1 heißt es:

„Jede Person hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Meinungsfreiheit und die Freiheit ein, Informationen und Ideen ohne behördliche Eingriffe und ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen zu empfangen und weiterzugeben […].“

Sie hält sich allerdings in Absatz 2 eine Hintertür offen, die Ausübung dieser Freiheit unter bestimmten Bedingungen einzuschränken.

„Die Ausübung dieser Freiheiten ist mit Pflichten und Verantwortung verbunden; sie kann daher Formvorschriften, Bedingungen, Einschränkungen oder Strafdrohungen unterworfen werden […]“

Im UN-Sozialpakt wird in Artikel 13 das Recht eines jeden auf Bildung festgeschrieben.

„Die Vertragsstaaten erkennen das Recht eines jeden auf Bildung an. Sie stimmen überein, dass die Bildung auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und des Bewusstseins ihrer Würde gerichtet sein und die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten stärken muss. Sie stimmen ferner überein, dass die Bildung es jedermann ermöglichen muss, eine nützliche Rolle in einer freien Gesellschaft zu spielen, dass sie Verständnis, Toleranz und Freundschaft unter allen Völkern und allen rassischen, ethnischen und religiösen Gruppen fördern sowie die Tätigkeit der Vereinten Nationen zur Erhaltung des Friedens unterstützen muss.“ „BSR 36: Zensur condensed“ weiterlesen

BSR 35: Redefreiheit condensed

Eigenständiges Denken muss kein Schaden sein. Aber es strengt an. Deshalb zieht ein Großteil der Menschen wohl das betreute Denken dem selbständigen Denken vor. Das kann böse enden.

Denken sichert unser Überleben – als Individuum und als Menschheitsfamilie. Wir Menschen haben die einzigartige Fähigkeit, uns das, was wir tun wollen, vorzustellen, und zwar bevor wir es tun. Wie im Beitrag Denken condensed ausgeführt, haben wir alle unser eigenes Abbild der Realität im Kopf, unsere Landkarte. Auf dieser Basis können wir in unseren Gedanken unsere nächsten Handlungen durchspielen. Wenn diese Handlungen in unserer gedanklichen Simulation ein böses Ende nehmen, sollten wir sie vielleicht lieber lassen. „BSR 35: Redefreiheit condensed“ weiterlesen

BSR 34: Totalitarismus condensed

Der Staat trete an die Stelle Gottes, schreibt Carl Gustav Jung in seinem 1957 erschienen Spätwerk Gegenwart und Zukunft.

Zahlreiche Schriften beschäftigen sich seit dem 20. Jahrhundert mit totalitären Herrschaftssystemen – belletristische wie wissenschaftliche. Die vermutlich bekannteste unter ihnen ist George Orwells dystopischer Roman 1984.

Totalitarismus ist gemäß Wikipedia (Stand: 8.1.2022) eine Form der Herrschaft, die „in alle sozialen Verhältnisse hineinzuwirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen ‚neuen Menschen‘ gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen. Während eine autoritäre Diktatur den Status Quo aufrechtzuerhalten sucht, fordert eine totalitäre Diktatur von den Beherrschten eine äußerst aktive Beteiligung am Staatsleben sowie dessen Weiterentwicklung in eine Richtung, die durch die jeweilige Ideologie angewiesen wird. Typisch sind somit die dauerhafte Mobilisierung in Massenorganisationen und die Ausgrenzung bis hin zur Tötung derer, die sich den totalen Herrschaftsansprüchen tatsächlich oder möglicherweise widersetzen.“

Totalitarismus zeigt damit in großem Umfang religiöse Züge. So bauen beispielsweise sowohl das Christentum als auch der Islam auf dem Glauben auf, dass mit der Rückkehr Christus‘ ein neues goldenes Zeitalter anbrechen wird. Ähnliches gilt für den Totalitarismus. Nur ist es im Totalitarismus kein Prophet, der die Welt transformiert, sondern der Mensch erschafft das neue goldene Zeitalter selbst mittels der Direktive des allmächtigen und alles kontrollierenden Regierungsapparates. Denn die allmächtige Regierung, sei sie lokal, national oder international, wird die Gesellschaft zum Besseren verändern. Durch den tiefen Glauben, dass dies tatsächlich möglich sei, erwächst der Totalitarismus von der bloßen Regierungsform zur Bewegung, wie Hannah Arendt in ihrem Werk The Origins of Totalitarianism feststellte. Alles wird zur Glaubensfrage. „BSR 34: Totalitarismus condensed“ weiterlesen

BSR 33: „Gesundheitsministerium, es ist Zeit, Versagen einzugestehen“

Lautete seine Überschrift. „Die Wahrheit ist wie ein Sturm, der ans Tageslicht kommt. Und hinsichtlich der Corona-Politik kommt er gerade ans Tageslicht“, schrieb Professor Ehud (Udi) Qimron am 6. Januar 2022 in einem offenen Brief. Und weiter: „Wenn die zerstörerischen Konzepte eines nach dem anderen zusammenbrechen, ist es an der Zeit, die Experten, die die Bewältigung der Pandemie geleitet haben, zu erinnern: wir haben es euch gesagt.“

Udi Qimron ist Professor am Institut für klinische Mikrobiologie und Immunologie der Tel Aviv University, und er hat nicht nur eine Meinung. Abweichend vom eigentlichen strictly rational Motto dieses Blogs wird seine Meinung hier aus gegebenem Anlass veröffentlicht. Der Anlass ist, der Mann ist vom Fach; er lebt und arbeitet in Israel; er sagt, was er denkt.

Der geneigte Leser wird sich der Tatsache bewusst sein, dass sich Israel als Musterschüler bei der „Ausrottung“ von SARS-CoV-2 profilieren möchte – mit drakonischen Maßnahmen und einer der höchsten Impfquoten weltweit.

Während ich in meinem vorigen Blog-Beitrag ein Impf-Resümee zog, ist Professor Qimron’s offener Brief ein Corona-Maßnahmen-Resümee bezogen auf den Staat Israel.

Doch gehen wir zuerst ein gutes Jahr zurück. Am 16. August 2020 erschien in den Israel National News ein Beitrag zu einem Interview, das Professor Udi Qimron gegeben hat. Der Titel: „Die Geschichte wird über die Hysterie urteilen“. Das Thema, wie sollte es anders sein: Corona. „BSR 33: „Gesundheitsministerium, es ist Zeit, Versagen einzugestehen““ weiterlesen

BSR 32: Corona-Impfung revisited

Prolog

Eine Corona-Impfung ohne Nutzen gegen eine Krankheit, die nicht tötet, und deren Notwendigkeit sich rational denkenden Menschen mit Restvernunft und eigenem Urteilsvermögen aus genau diesem Grunde nicht erschließt, sodass millionenschwere Marketing-Kampagnen geschaltet, Angst-Szenarien propagiert und sogar die Menschen zur „Impfung“ gezwungen werden müssen.

So könnte nach einem Jahr „Impferfahrung“ die augenblickliche Situation etwas pointiert zusammengefasst werden. Aber hier soll nicht pointiert, sondern auf Fakten geblickt werden – wie immer strictly rational.

Vor einem Jahr schrieb ich einen Blog-Beitrag zur Corona-Impfung. Nach einem Jahr ist es Zeit für ein erstes Resümee und einen Abgleich mit den letztjährigen Inhalten. Mittlerweile lässt sich die ein oder andere Frage, die im damaligen Beitrag aufgeworfen wurde, mit ausreichender Gewissheit beantworten.

Begriffsdefinition

Im Jahr 2009, inmitten der Schweinegrippe Nicht-Krise, gab es eine Änderung des §4 Arzneimittelgesetzt bezüglich der Definition des Begriffs Impfung. War bis dahin eine Impfung ein Arzneimittel gewesen, das Antigene enthielt, so durfte es ab 2009 auch „rekombinante Nukleinsäuren enthalten, [die] ausschließlich zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionskrankheiten bestimmt sind“.

Das Einbringen von rekombinanter Nukleinsäure in Zellen mit dem Ziel ihrer Funktionsänderung ist die medizinische Definition von Gentherapie.

Wussten Sie das? „BSR 32: Corona-Impfung revisited“ weiterlesen

BSR 31: Der entscheidende Augenblick

Wir alle wissen, dass wir herausfordernde und beunruhigende Zeiten durchleben. Wir stecken mitten in einer Pandemie. Städte und ganze Länder gehen für Monate in Lockdowns. Menschen verlieren ihr Leben, ihre Jobs und ihre Geschäfte. Psychische Erkrankungen und Selbstmorde nehmen zu. Es wird Generationen brauchen, um die Schulden, die angehäuft werden, abzubezahlen. Zensur und Polarisierung scheinen die neue Norm zu sein, wobei nuancierte Debatten und gegenseitiger Respekt einer „Pro- vs. Anti-Mentalität“ gewichen sind, einem „mit uns oder gegen uns“, was eine abschreckende und zutiefst spaltende Wirkung auf unsere zuvor offenen und toleranten Gesellschaften hat.

Noch beunruhigender ist jedoch, dass wir am Rande eines zivilisatorischen Wandels stehen, der in seinen Folgen so weitreichend und in seinen Auswirkungen so tiefgreifend ist, dass nur wenige in der Lage sind, die unmittelbare Gefahr zu erkennen, den Rubikon zu sehen, den wir gerade überqueren, und die dystopische Welt umfassend zu verstehen, die uns auf der anderen Seite erwartet. Sie fragen, wie dieser grundlegende Wandel zustande kommt? Durch Taschenspielertricks, durch Irreführung und durch die Einführung des scheinbar harmlosen digitalen Impfpasses.

Eine solche Behauptung erscheint außergewöhnlich. Und Sie sollten zu recht skeptisch sein. Aber bitte erlauben Sie mir, es zu erklären. „BSR 31: Der entscheidende Augenblick“ weiterlesen

BSR 30: Die Glaskugel ist eine Scheibe aka Neo-Feudalismus condensed

Prolog

Das Thema Simulation ist uns in diesem Blog bereits in verschiedenen Beiträgen begegnet. Simulationen haben ihren Sinn und boten bislang einen großen Mehrwert in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft, so z. B. für die Berechnung von Festigkeit und Steifigkeit in der Welt der Bauwerke oder für Abbildung und Analyse von Materialflüssen in der Welt der Produktion und Lieferketten und für vieles mehr.

Wo viel Licht ist, ist natürlich auch immer viel Schatten. Und so gab und gibt es an der ein oder anderen Stelle auch Missbrauchsfälle von Simulation. Dieser Missbrauch scheint immer dann stattzufinden, wenn die Fakten einem gewünschten Narrativ zuwiderlaufen. Dann nämlich werden die fehlenden Fakten gerne durch Simulationsergebnisse ersetzt, die dem geneigten Mainstream-Medienkonsumenten als wissenschaftliche Erkenntnisse dargebracht werden. Dies betrifft beispielsweise das Weltuntergangsszenario des Club of Rome der 1970er Jahre, das unter dem Titel „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlicht wurde, ebenso wie den „Klimawandel“, der uns seit Jahrzehnten nur noch wenige Jahre Zeit lässt zu handeln, bevor wir alle erfrieren aufgrund der bevorstehenden Eiszeit (Narrativ der 1970er Jahren) oder bevor wir alle ertrinken aufgrund des Temperaturanstiegs und des daraus resultierenden ansteigenden Meeresspiegels (Narrativ seit den 1980er Jahren), oder die schier unendlich große Anzahl drohender Corona-Toter im vergangen Jahr 2020, die sich erfreulicherweise nicht manifestiert hat. In neu-deutscher Terminologie müssten sie alle als Fake-News deklariert und gebrandmarkt werden, weil nichts von dem, was simuliert und daraus abgeleitet wurde, eingetreten ist. Sind Simulationsergebnisse das aber wirklich? Fake News?

Schauen wir einmal genauer hin. Oder sollte ich sagen: hinein?

Es erscheint zweckmäßig, grundsätzlich zwei Arten von Simulationen zu unterscheiden. Auf der einen Seite gibt es quantitative Simulationsmodelle. Auf der anderen Seite gibt es Simulationsszenarien bzw. Simulationsveranstaltungen. Wenngleich die quantitativen Simulationsergebnisse bei der Abbildung globaler Zusammenhänge aufgrund der unendlichen Anzahl vorhandener, aber kaum abbildbarer Interdependenzen im Wesentlichen unzutreffend sind, ermöglichen insbesondere die in den vergangen Jahren veröffentlichten Simulationsszenarien und durchgeführten Simulationsveranstaltungen einen ganz besonderen Blick. Nämlich den Blick in die Glaskugel. Denn diese ist offensichtlich gar nicht dreidimensional rund, sondern nur zweidimensional und viereckig. Und sie steht bei fast jedem im Zimmer. Wir müssen diese Glaskugel der Neuzeit, unseren Flachbildschirm, nur zu nutzen wissen.

Steigen wir ein. Werfen wir gemeinsam einen Blick in die Zukunft. Natürlich strictly rational. „BSR 30: Die Glaskugel ist eine Scheibe aka Neo-Feudalismus condensed“ weiterlesen

BSR 29: Denken condensed

Über Dinge nachdenken. Das ist keine gute Idee. Es ist nämlich so ziemlich das Schwierigste, was einem widerfahren kann. Und das Unbequemste.

Warum auch sollten wir über etwas nachdenken. Wir wissen doch bereits alles. In gewisser Art und Weise. Wir alle haben unser Bild, unsere eigene Landkarte von der Welt, in der wir leben. Deswegen sind wir überhaupt lebensfähig. Überlebensfähig. Und funktionieren. Als Mensch. Als Familie. Als Gesellschaft. Und solange alles einigermaßen läuft, brauchen wir unsere Landkarte auch nicht anzupassen. Das heißt, wir brauchen auch nicht wirklich nachzudenken.

Aber wehe wir stoßen auf etwas, das uns zum Nachdenken bringt. Oder gar zum Nachdenken zwingt. Was geschieht dann? Was bedeutet das? Es bedeutet, dass das, was oder wie wir bislang dachten, nicht zu stimmen scheint und korrigiert werden muss. Sonst würden wir nicht darüber nachdenken. Wir hegen Zweifel. Zweifel an unserer bisherigen Landkarte.

Wenn wir also nachdenken, bedeutet dies nichts anderes, als dass ein Teil unserer Landkarte stirbt. Und da unsere Landkarte quasi die Repräsentation unseres Selbst ist, die sich aufgrund unserer gesamten bisher gemachten Lebenserfahrung und  gewonnenen Erkenntnisse gebildet hat, stirbt mit dem Stück unserer Landkarte auch immer ein Teil von uns selbst. Weil er falsch war. Dieser Teil muss ersetzt werden. Durch den neuen Gedanken. Die neue Erkenntnis. Dies ist ein Prozess. Er beginnt bei jedem Gedanken aufs Neue.

Leider wissen wir nie so genau, wie viel von dem, was wir wussten oder zu wissen glaubten, durch das Nachdenken sterben muss. Weil wir das Ausmaß unseres bisherigen Irrtums nicht kennen.

Es ist zu befürchten, dass tendenziell der Teil von uns, der sterben muss, umso größer ist, je mehr wir nachdenken.

Deswegen ist Nachdenken bei Menschen wenig beliebt.

BSR 28: Bundestagswahl 2021 condensed

Das war sie nun – die Bundestagswahl. Mit Spannung erwartet. Insbesondere von denen, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands zu schätzen wissen. Und sie möglicherweise in den letzten 18 Monaten ein wenig vermisst haben.

Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis des Bundeswahlleiters haben von gut 61 Mio. Wahlberechtigten haben knapp 47 Mio. gewählt, gut Dreiviertel aller Wahlberechtigten. Das heißt, rund 14 Mio. erwachsenen Menschen, einem Viertel aller Wahlberechtigten, war es gleichgültig. Rund 36 Mio. Erwachsenen oder 60% aller Wahlberechtigten war es offenbar nicht gleichgültig.

Denn rund 60% aller Wahlberechtigten haben genau dieselben etablierten Parteien gewählt, die für die Ereignisse der letzten 18 Monate verantwortlich sind.

Damit haben rund 60% aller Wahlberechtigten am 26. September 2021 in Deutschland explizit zum Ausdruck gebracht,

  • dass Demokratie und Freiheit für sie offenbar keinen besonderen Stellenwert besitzen,
  • dass Menschenrechte, Grundgesetz und Rechtsstaatlichkeit entbehrlich zu sein scheinen,
  • dass sie die Wahrheit nicht wirklich zu interessieren scheint und damit die umfassende Zensur [1, 2, 3] von akkuraten, wahrheitsgemäßen Informationen, die einem machtwillkürlich festgelegten Narrativ widersprechen, akzeptabel ist,
  • dass es offenbar in Ordnung ist, wenn unsere Kinder tiefenpsychologisch indoktriniert werden und in dem Bewusstsein aufwachsen, eine Gefahr für ihre Mitmenschen zu sein, eine Gefahr für die Gesellschaft, gar eine Gefahr für den Planeten,
  • dass es akzeptabel zu sein scheint, wenn Menschen, die sich weigern an medizinischen Experimenten teilzunehmen, politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich ausgegrenzt werden
  • und dass damit auch der Wandel von einer offenen in eine geschlossene Gesellschaft [4] in Ordnung zu sein scheint – eine Gesellschaft, in der den Menschen unseres Landes der Zugang zu Bildung, Kultur und anderen gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahrhunderte nur bei Erfüllung einer machtwillkürlich festgelegten „Gesundheitsbedingung“ gewährt wird.

Wie kann es sein, dass sich die absolute Mehrheit der Wahlberechtigten für ein „Weiter-so“ ausspricht und es einem Viertel gleichgültig ist?

Der geneigte Leser möchte abschließend vielleicht einen Blick auf folgende Website der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung werfen: „Was ist eine Diktatur?

Auf dieser Website befindet sich folgende Aufzählung von Merkmalen einer Diktatur:

Markmale von Diktaturen
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung

Der aufmerksame Leser wird feststellen, dass für die Bundesrepublik Deutschland sieben der sieben Merkmale erfüllt sind.

Wie kann es sein, dass sich die absolute Mehrheit der Wahlberechtigten für ein „Weiter-so“ ausspricht und es einem Viertel gleichgültig ist?

Wie kann es sein?