BSR 69: Psychopathie condensed

Psychopathen sind menschliche Raubtiere. Sie zwingen, manipulieren, lügen, stehlen, betrügen, missbrauchen und zerstören und töten, ohne Schuldgefühle oder Gewissensbisse zu haben. Ein führender Experte für Psychopathie, Robert Hare, schätzt, dass 1 % der Menschen Psychopathen sind, während die klinische Psychologin Martha Stout davon ausgeht, dass diese Zahl eher bei 4 % liegt. Studien zeigen, dass Psychopathen in den Führungsetagen von Unternehmen und in der Politik überrepräsentiert sind und es einen erstaunlichen Gleichklang der „Neurosewerte“ von Business Managern und Menschen mit psychopathischer Persönlichkeitsstörung zu geben scheint.

Ähnlich wie das Wissen über Narzissten kann uns das Wissen über Psychopathen helfen, den Schaden zu minimieren, den sie Ihnen, den Menschen, die Ihnen wichtig sind, und der Menschheit insgesamt zufügen.

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BSR 68: Energieperspektiven

Die deutsche Energiepolitik ist besonders geeignet, Bürger dazu zu motivieren, sich intensiver mit dem Thema Energie, der Wechselwirkung mit Armut und Klima und somit mit seinen globalen Implikationen auseinanderzusetzen.

In zwei Blog-Beiträgen („Energiewende condensed“ und „Energiewende extended„) habe ich bereits auf einige ernüchternde Fakten zum Thema Energiewende hingewiesen, die essenziell für das Verständnis des Themas sind.

Für jeden einzelnen von uns besteht die besondere Herausforderung in der heutigen Medienlandschaft darin, sachliche, faktenbasierte und weitgehend ideologiefreie Informationen zu den wichtigen Themen unserer Zeit zu erhalten, auf deren Basis sich der geneigte Medienkonsument eine eigene Meinung bilden kann, ohne eine Meinung gebildet zu bekommen.

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BSR 67: Gell-Mann-Amnesie-Effekt

In einer Rede im Jahr 2002 auf dem International Leadership Forum in La Jolla, Kalifornien, prägte Michael Crichton, gefeierter Bestsellerautor und bekannter Kritiker der globalen Erwärmungshysterie, einen neuen Begriff: den Gell-Mann-Amnesie-Effekt.

Der Effekt ist nach dem amerikanischen theoretischen Physiker Murray Gell-Mann benannt und wurde von Crichton folgendermaßen beschrieben:

„Kurz gesagt, funktioniert der Gell-Mann-Amnesie-Effekt folgendermaßen. Sie schlagen die Zeitung auf und lesen einen Artikel über ein Thema, das Sie gut kennen. In Murrays Fall: Physik. In meinem Fall, das Showbusiness. Sie lesen den Artikel und stellen fest, dass der Journalist weder von den Fakten noch vom Thema etwas versteht. Oft ist der Artikel so falsch, dass er Ursache und Wirkung in ihr Gegenteil verkehrt. Ich nenne das die „Nasse Straßen verursachen Regen“-Geschichten. Die Zeitung ist voll von ihnen.

 In jedem Fall liest man mit Verärgerung oder Belustigung die zahlreichen Fehler in einer Geschichte – und dann blättert man zu den nationalen oder internationalen Angelegenheiten und liest mit neuem Interesse weiter, als ob der Rest der Zeitung irgendwie genauer über das ferne Palästina wäre als die Geschichte, die man gerade gelesen hat. Man blättert die Seite um und vergisst, was man weiß.“

Kurz gesagt: Wenn wir tatsächlich über Fachwissen zu einem bestimmten Thema verfügen, stellen wir fast immer fest, dass die Darstellung dieses Themas in den Medien bestenfalls mäßig und schlimmstenfalls schlichtweg gelogen ist. Aber aus irgendeinem Grund glauben wir, sobald wir auf die nächste Seite blättern oder den Kanal wechseln oder das nächste Thema angesprochen wird, dass die anderen Journalisten und Autoren dort draußen tatsächlich wissen, wovon sie reden.

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BSR 66: Das Ende der Nationalstaaten – ein Einwurf

Stellen Sie sich auch manchmal die Frage, wo, in welchen Regionen, in welchen Hauptstädten bedeutender Länder dieser Welt, noch eine neue Generation von Diplomaten und Think Tank Experten ausgebildet wird, die die Souveränität von Nationalstaaten mit Nachdruck befürwortet?

Vielleicht die eurasischen Länder, weil diese die Rechtsstaatlichkeit (law-based) durch die UNO und insbesondere den Sicherheitsrat einfordern?

Ich bin mir nicht sicher. Denn auch sie suchen nach alternativen transnationalen Währungen – in digitaler Form. Und auch sie sind ebenso sehr wie die westlichen Staaten am Thema digitale Identität (ID) interessiert – wenn nicht sogar noch stärker als einige der europäischen Länder.

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BSR 65: Energiewende extended

Wir sind auf dem Weg in eine aufregende Zukunft mit ausschließlich erneuerbaren Energien. Wind und Sonne treiben die Welt von morgen an.

Und das Morgen ist nicht mehr weit entfernt!

So oder so ähnlich hören wir es aus dem Munde unserer Politiker und so lautet das medial transportierte Narrativ.

Es ist Zeit aufzuwachen! Denn Sie träumen gerade.

Nun können Sie es natürlich Konrad Adenauer gleichtun und sagen: „Meine Meinung steht fest. Irritieren Sie mich nicht mit Tatsachen.“

Dennoch ist erfahrungsgemäß ein minimaler Bezug zur Realität kein schlechter Gedanke für den gemeinsamen Weg in die Zukunft.

Folgend ein paar Fakten:

Erdöl, Erdgas und Kohle liefern 84 % der gesamten Weltenergie. Das sind nur zwei Prozentpunkte weniger als noch vor zwanzig Jahren.

Und Erdöl treibt immer noch fast 97 % des gesamten weltweiten Verkehrs an.

Im Gegensatz zu den Schlagzeilen, die behaupten, dass wir uns schnell von den fossilen Brennstoffen verabschieden, ist dies faktisch nicht der Fall. Nach zwei Jahrzehnten und fünf Milliarden Dollar, die die Regierungen unsere Steuergelder in grüne Energie „investiert“ haben, sind wir kaum vorangekommen.

Dabei sollte es doch ganz einfach sein. Warum ist es dann so schwer?

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BSR 64: Energiewende condensed

Zum Einstieg in das Thema ein paar Fakten, die dem geneigten Leser möglicherweise nicht so präsent sind, bevor wir uns in einem gesonderten Blog-Beitrag ausführlich mit dem Thema Energiewende und den daraus resultierenden Konsequenzen beschäftigen. Denn: die meisten so genannten Experten, darunter auch viele Klimawissenschaftler, überbewerten gerne die negative Auswirkungen fossiler Brennstoffe, während sie deren Vorteile ignorieren.

Fakt 1: Kostengünstige Energie ist für das menschliche Wohlergehen unerlässlich. Darüber wird fast nie gesprochen, aber es ist unbestreitbar.

Kostengünstige, zuverlässige und vielfältige Energie macht das moderne Leben erst möglich. Dafür gibt es einen einfachen Grund. Energie treibt die Maschinen an, die uns Produktivität und Wohlstand ermöglichen. Alles hängt von der Energie ab.

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BSR 63: Narzissmus condensed

Die meisten Politiker bezeichnen sich selbst als Vorbilder für Tugendhaftigkeit, aber viele von ihnen lügen zwanghaft, sind korrupt, zensieren, dämonisieren diejenigen, die nicht mit ihnen übereinstimmen, und machen eine Politik, die die Gesellschaft eher zersetzt als zusammenschweißt. Sind sich diese Politiker ihrer Heuchelei bewusst? Glauben sie wirklich an das moralisch gerechte Selbstbild, das sie zu vermitteln versuchen?

Werfen wir einen Blick in die Psychologie des bösartigen Narzissmus, um das Böse, das die moderne Politik infiziert hat, besser zu verstehen.

Wir alle sind in der Lage, böse Dinge zu tun, denn, wie Alexander Solschenizyn feststellte, „die Grenze zwischen Gut und Böse geht durch das Herz eines jeden Menschen“. Dennoch gibt es zwei Arten von Menschen, die besonders anfällig für üble Machenschaften sind: Psychopathen und bösartige Narzissten. Das Potenzial des Psychopathen für das Böse ist bekannt, aber es sind möglicherweise die malignen Narzissten, die für einen Großteil des Übels in der Welt verantwortlich sein könnten, da sie die Psychopathen zahlenmäßig übersteigen.

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BSR 62: To fake or not to fake

Prolog

Sie sind es leid, von diesen verrückten Verschwörungsspinnern zu hören?

Ja, ich kann Sie verstehen. Die können ganz schön nerven mit ihren ewigen Predigten: „Wacht auf, ihr Schlafschafe!“ Und sie vertreten immer irgendeine extremistische Agenda und belehren einen über die Politik Russlands und die Geschichte der Federal Reserve und die neuesten Weißbücher der UNO und andere seltsame Themen, die niemanden interessieren.

Das Letzte, was Sie wollen, ist, auf einer Party von einem dieser Spinner mit Aluhut in die Enge getrieben zu werden, oder?

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BSR 61: Konformität condensed

Im stillen Kämmerlein sind viele von uns mit den Ideologien, politischen Agenden und Regierungsvorgaben unserer Zeit nicht einverstanden, doch in der Öffentlichkeit fügen wir uns. Wir tun, was man uns sagt, sagen, was politisch korrekt ist, und rechtfertigen unsere Heuchelei, indem wir uns einreden, dass wir die Gesellschaft nicht verändern können und wir uns deshalb lieber der Masse anpassen sollten.

In den 1950er Jahren führte der Sozialpsychologe Solomon Asch ein Experiment durch, das zeigte, in welchem Ausmaß Menschen das, was sie für wahr halten, ablehnen, um sich der Mehrheit anzupassen. In diesem Experiment zeigte Asch einer Versuchsperson zwei Karten. Auf der ersten Karte befand sich eine einzige Linie, auf der zweiten Karte drei Linien, A, B und C, wobei nur die Linie C die gleiche Länge hatte wie die Linie auf der ersten Karte. Asch wies die Versuchsperson an anzugeben, welche Linie auf der zweiten Karte gleich lang war wie die Linie auf der ersten Karte. Bevor die Versuchsperson jedoch eine Antwort gab, wurde sie Zeuge, wie sieben Mitspieler (Personen, die in das Experiment eingeweiht waren) erklärten, die Linie B sei genauso lang wie die Linie auf der ersten Karte. Anstatt die offensichtliche Wahrheit zu sagen, gaben die Versuchspersonen in einem Drittel der Fälle die gleiche falsche Antwort wie die Gruppe. Von den 123 Versuchspersonen, die an diesem Experiment teilnahmen, stimmten zwei Drittel mindestens einmal mit der Gruppe überein. Nur ein Viertel der Versuchspersonen blieb unbeeinflusst.

Aschs Experiment bestätigt, was Philosophen seit Tausenden von Jahren immer wieder betonen: Für die meisten Menschen hat die Anpassung an das, was andere sagen und tun – egal wie objektiv falsch oder absurd es ist – Vorrang vor der Anpassung an die Realität und der Entdeckung der Wahrheit.

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BSR 60: Der Schachfiguren-Trugschluss

Als Fortsetzung zum einführenden Blog-Beitrag zu wirtschaftlichen Trugschlüssen und Irrtümern schauen wir uns an dieser Stelle den Schachfiguren-Trugschluss etwas genauer an.

Bereits im achtzehnten Jahrhundert schrieb Adam Smith über den doktrinären Theoretiker, der „weise in seiner eigenen Einbildung“ ist und „sich einzubilden scheint, er könne die verschiedenen Mitglieder einer großen Gesellschaft mit so viel Leichtigkeit arrangieren, wie die Hand die verschiedenen Figuren eines Schachspiels anordnet.“

Solche Theoretiker sind heute mindestens genauso verbreitet und haben mindestens ebenso viel Einfluss auf die Gestaltung von Gesetzen und Politik.

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